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Neue Tendenzen der Kriminalität 2025

  • 15. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Die neue Polizeiliche Kriminalstatistik der Schweiz zeigt für 2025 insgesamt 554’963 Straftaten nach Strafgesetzbuch. Gegenüber 2024 ist das ein Rückgang um 1,5 %.


Damit ist die Gesamtzahl zwar leicht gesunken, sie bleibt aber auf hohem Niveau. Rechnet man die Fälle auf die Bevölkerung um, registrierte die Polizei 2025 rund 61 Straftaten pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner, gegenüber rund 72 pro 1000 im Jahr 2009.


Besonders wichtig ist: Der Rückgang betrifft vor allem die Gesamtheit der Vermögensstraftaten, die um 3,5 % zurückgingen.


Innerhalb dieser Deliktgruppe bleibt der Diebstahl mit 154’041 Straftaten der grösste Block und macht 41,7 % der Vermögensdelikte aus.


Nach dem deutlichen Anstieg im Vorjahr gingen verschiedene Diebstahlsformen 2025 wieder zurück. So sanken etwa Fahrzeugeinbruchdiebstähle um 18,8 %, Diebstähle ab oder aus Fahrzeugen um 17,0 % und Taschendiebstähle um 15,5 %. Auch gestohlene Fahrzeuge (-4,9 %), Sachbeschädigungen (-3,2 %) und Betrugsdelikte (-5,1 %) gingen zurück.


Trotz dieses leichten Rückgangs bei Eigentumsdelikten gibt es keinen Grund zur Entwarnung. Einbruch, Diebstahl und Sachbeschädigung bleiben Alltagsthemen – für Privathaushalte ebenso wie für Unternehmen. Wer auf Sicherheit setzt, reagiert deshalb nicht auf Panik, sondern auf Realität.


Weiter hoch bleibt die digitale Kriminalität. Für 2025 wurden 57’761 Straftaten mit digitalem Tatvorgehen registriert. Das sind zwar 2 % weniger als im Vorjahr, aber das Niveau bleibt sehr hoch.


Den grössten Anteil bildet die Cyber-Wirtschaftskriminalität mit 54’247 Straftaten. In diesem Bereich wurden 36’572 geschädigte Personen erfasst; besonders häufig ging es um Online-Betrug. Auffällig ist auch das Thema Sextortion: 2025 waren 9 von 10 geschädigten Personen männlich, und 31,5 % der Betroffenen waren minderjährig.


Sorgen macht zudem die Entwicklung bei der Gewalt. Insgesamt registrierte die Polizei 2025 49’915 Gewaltstraftaten, das sind 2,0 % mehr als im Vorjahr. Noch deutlicher ist der Anstieg bei den schweren Gewaltstraftaten: Sie nahmen um 8,1 % auf 2’654 Fälle zu. Besonders erschütternd ist die Zahl der 55 vollendeten Tötungsdelikte. Das liegt über dem langjährigen Durchschnitt von 48 Fällen pro Jahr seit 2009. 61,8 % dieser Tötungsdelikte geschahen im häuslichen Bereich, und bei den Opfern im häuslichen Kontext waren 74 % Frauen.


Auch die häusliche Gewalt bleibt ein drängendes Thema. Im Jahr 2025 registrierte die Polizei 22’066 Straftaten im häuslichen Bereich, was einem Anstieg von 4,4 % gegenüber 2024 entspricht. Sicherheit ist damit längst nicht nur eine Frage von Staaten, Grenzen und Armeen. Sie beginnt im Alltag – in Beziehungen, in Wohnhäusern, in Quartieren und in Betrieben.


Unterm Strich zeigt die PKS 2025 ein gemischtes Bild:

Die Gesamtkriminalität ist leicht zurückgegangen, einzelne Eigentumsdelikte ebenfalls. Gleichzeitig steigen schwere Gewalt und häusliche Gewalt weiter an, und die digitale Kriminalität bleibt auf sehr hohem Niveau. Wer diese Entwicklung ernst nimmt, schützt nicht nur Werte, sondern auch Lebensqualität, Handlungsspielraum und das Gefühl, im eigenen Zuhause oder im eigenen Unternehmen nicht schutzlos zu sein.


Fazit

Die Kriminalstatistik Schweiz macht deutlich: Einbruchdiebstähle bleiben eine der häufigsten Deliktformen im privaten und gewerblichen Umfeld. Nach dem deutlichen Anstieg in den Jahren nach der Pandemie stabilisieren sich die Zahlen zwar teilweise, bewegen sich aber weiterhin auf einem hohen Niveau.


Gleichzeitig bleiben viele Taten ungeklärt. Wer sein Eigentum schützen will, sollte deshalb nicht warten, bis etwas passiert.

Wirksamer Einbruchschutz beginnt mit einer realistischen Einschätzung der Risiken – und endet mit Lösungen, die im Ernstfall standhalten.

 
 
 

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